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Säuglinge auf der Intensivstation - Eine Seite für und von betroffene(n) Eltern - Elterntipps für "intensive Zeiten"



intensiv2bearbeitet
(erstes gemeinsames Foto)


Eine Seite die Mut machen soll




MEINE PERSÖNLICHE GESCHICHTE:

Als mein Sohn Felix 2005 das Licht der Welt erblickte, war es zugleich der schönste aber auch schrecklichste Moment meines Lebens.
Wie jede Mutter hatte ich mir während der Schwangerschaft schon alles wunderbar genau ausgemalt. Gekommen ist es aber ganz anders. Gleich nach der Geburt, teilte man mir mit, dass mein Kind unter einer schweren Anämie leide und sofort auf die Intensivstation gebracht werden müsse. Das Schlimmste war, dass ich meinen Sohn nicht berühren durfte, da seine Werte bei jeder Berührung immer schlechter wurden. Nun begannen schreckliche Tage der Angst und Ungewissheit. Als ich Felix dann das erste Mal da so liegen sah, mit all den Schläuchen und den Überwachungsgeräten, bekam ich es erst richtig mit der Angst zu tun. Man sagte mir damals, man würde mehrere Untersuchungen benötigen, um auszuschließen dass schwere Behinderungen vorliegen.

Irgendwie haben wir die schwere Zeit überstanden.


filik-aktuell1 so sieht unser Sohn Felix mit 16 Monaten aus

Heute, 16 Monate später hat sich Felix zu einem gesunden und absolut liebenswerten Bürschlein entwickelt.

Hebammen, Osteopathen und viele liebe Menschen, haben uns geholfen die anfänglichen Schwierigkeiten zu meistern.

Darum findet ihr nun auf dieser Homepage einige Hilfestellungen, für die ich damals sehr dankbar war.
turntable - 18. Dez, 21:22

dieser säugling sieht aus wie der mini-schlumpf :-)
weiter so ladies!
grüße

Hexe (Gast) - 19. Dez, 10:32

Schlumpf

Ja, weiter so! Übrigens - tolle Seite.
LG

Cindy (Gast) - 6. Jan, 11:45

Schöne Seite die Betroffenen sicher Mut macht! LG

lisi (Gast) - 9. Jan, 13:48

Gratulation zu dieser Seite. Bin zufällig drüber gestolpert, auf der Suche nach einer Hebamme in meinem Bezirk. Komme aus Oberösterreich (Bez. Ried im Innkreis) und werde im September entbinden. Habt ihr vielleicht noch ein paar Tips auf Lager, wie ich mich optimal auf dieses Erlebnis vorbereiten kann? Buchtipps zum Beispiel? Alles Liebe und Gute aus Tumeltsham

Martina Oberhofer (Gast) - 10. Jan, 14:35

Antwort

Erst mal herzlichen Glückwunsch.
Nun zu deiner Frage. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten sich auf eine Geburt vorzubereiten.
Eine Möglichkeit wäre der Besuch eines Geburtsvorbereitungskurses, der in den Eltern- Kind Zentren und meist auch von den Krankenhäusern selbst angeboten werden. Diese Kurse beschäftigen sich meist mit dem Geburtsvorgang, Stillen und Entspannungstechniken.
Atemübungen sollen für die Geburt selbst hilfreich sein. Die Meinungen über diese Kurse sind vollkommen konträr. Ich kenne Mütter die hellauf begeistert waren andere wiederum finden es lächerlich mit dem Partner hechelnd am Boden zu sitzen, um das richtige Atmen zu erlernen. Ich denke es kommt gewiss auch immer darauf an, wer so einen Kurs anbietet und inwieweit Väter sinnvoll beteiligt sind. Ein Vorteil dieser Kurse ist, dass meist das Tragetuchbinden, Stillhaltungen, bzw. kleine Tipps für den Alltag mitgegeben werden.
Eine andere Möglichkeit sich gut auf die Geburt vorzubreiten ist zum Beispiel Schwangerschaftsturnen, Yoga oder Schwangerschaftsschwimmen. Diese Kurse werden ebenfalls meist in den Eltern-Kind Zentren angeboten. Zum Thema Schwangerschaftsturnen kann ich dir ein sehr gutes und einfaches Buch empfehlen: „Gymnastik für Schwangerschaft und Geburt“ von Gisela Floto und Georg Seter. Die Übungen die im Buch angeführt werden sind einfach zu Hause nachzumachen und benötigen keinen großen Zeitaufwand. Ich habe diese Übungen während meiner Schwangerschaft täglich gemacht und merkte tatsächlich, dass sie gerade zum Ende der Schwangerschaft meinen Rücken sehr entlasteten. Schwangerschaftsschwimmen kann ich dir sehr ans Herz legen. Erstens wirst Du Kontakte mit anderen werdenden Müttern knüpfen können und weiters ist das Wasser sehr Gewichtsentlastend. Die kurzen Tauchübungen (Luftanhalten und richtiges Ausatmen unter Wasser) welche im Kurs gelernt werde, helfen dir bei der Geburt selbst Sollten die Schwangerschaft normal verlaufen, so kann der Schwangerschaftsschwimmkurs bis kurz vor der Geburt gemacht werden.
Sich auf die Geburt vorbereiten, heißt ja nicht nur sich selbst fit zu halten, sondern auch sich mit den Entwicklungsstadien des Kindes im Mutterlaib zu beschäftigen. Hierfür kann ich Dir das Buch: „ Ein Kind entsteht“ von Lennart Nilsson empfehlen. Mit zahlreichen Bildern und kurzen Texten wird genau beschrieben wie sich dein Kind in welcher Schwangerschaftswoche entwickelt.
Oft ist ja so, dass Kinder die meisten Nährstoffe abziehen, und Mütter während der Schwangerschaft oft müde und ausgelaugt sind. Die richtige Ernährung kann hierbei etwas helfen. „Die fünf Elemente Ernährung für Mutter und Kind“ von Barbara Temele ist hierbei hilfreich.
Um für die Geburt gut vorbereitet zu sein, kann ich sehr empfehlen eine Hebamme schon während der Schwangerschaft zu kontaktieren. Hebammen kennen so einige Tricks die wirklich ausgezeichnet helfen können. Weiters ist es auch fein, wenn man nach der Geburt einen Ansprechpartner hat, dem man vertraut und der einen bei kleinen Problemchen weiterhelfen kann.
In deiner Nähe befindet sich zum Beispiel die Hebammenpraxis Rosa Halmos.
Andere Hebammen sind unter den Links zu finden.
Wichtig ist jedoch darauf zu achten, ob die jeweilige Hebamme einen Kassenvertrag hat, da die Sitzungen ansonsten recht teuer werden können.
Wichtig ist auch, sich genau zu überlegen, wo man sein Kind zur Welt bringen möchte. Entscheidet man sich für ein Krankenhaus oder Sanatorium, so bieten diese die Möglichkeit einer Kreissaalbesichtigung. Das bedeutet du hast bereits im Vorhinein die Möglichkeit dir genau anzusehen, wo du dein Kind zur Welt bringen möchtest. Auch sind nicht alle Krankenhäuser gleich ausgestattet.
Tja nun gibt’s ja auch noch Vorbereitungen bei denen der Partner aktiv werden kann:
Tägliche Bauchmassagen mit speziellen Schwangerschaftscremes oder Ölen die du in der Apotheke erhältst, verringern einerseits die Gefahr von Rissen auf der Bauchdecke andererseits ist es für dich eine gute Möglichkeit zu entspannen. Dein Partner kann so auch in Kontakt mit eurem Kind zu treten.
Später dann wenn das Bäuchlein zum großen Bauch mutiert ist, kann er von deinem Partner bemalt werden. Ich habe damals bemerkt, dass mein Sohn die Pinselstriche wahrgenommen hat. So kann dein Partner seiner Phantasie freien Lauf lassen. Über die Möglichkeiten einer Akupunktur oder eines 3D Ultraschalls kann dich dein Frauenarzt aufklären. Der 3 D Ultraschall ist sein Geld wirklich wert, da man sein Kind ganz genau erkennen kann. Ein wunderschönes Erlebnis.
Am Ende kann ich dir nur noch raten, ausschließlich eine Erstausstattung zu kaufen. Man wird gewöhnlich mit dermaßen viel Babygewand überhäuft, dass die Kinder gar nicht mehr alles anziehen können.
Was du für dein Kind aber unbedingt zu hause haben solltest findest du zb. Im Buch „Schwangerschaft und Geburt“ von De. Magda Antonic.
Ich hoffe ich konnte dir deine Frage beantworten. Solltest du noch etwas zu diesem Thema wissen wollen, so schreibe mir einfach.
Es sind natürlich alle Leser aufgefordert, nützliche Tipps zu geben.

Links:

http://www.bhs.at/ried/
Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Ried

http://www.ried.gv.at/overview/show.php?id=11004
Eltern Kind Zentrum Ried


http://www.land-oberoesterreich.gv.at/
Geburtsvorbereitungskurse

http://www.eltern-bildung.at/eb/veranstaltungskalender/
Yoga für Schwangere im Eltern-Kind Zentrum


http://www.buerofuerfrauenfragen.at/
Alle Eltern Kind Zentren in OÖ
Dr. Doolitle (Gast) - 13. Jan, 15:02

Na schau..

Na das ist ja mal was nettes, eine ausgesprochen tolle Website, scheint viel Herzblut drin zu stecken.
Weiter so und noch viel Spaß bei der Betreung

Anna Nym (Gast) - 16. Jan, 12:02

Liebenswertes Bürschlein

Wie sieht denn Euer Felix heute aus - ist er jetzt ein großer Schlumpf?? Übrigens: Supertolle Seite; sehr gut und übersichtlich aufgebaut - ist ja heutzutage nicht so selbstverständlich! Was ich besonders toll finde, ist dass man hier auch für die Nachbetreuung Tipps findet (Rezepte, Unterstützung von Dritten, Bücher usw). Denn ich glaube, dass sich Eltern von Intensivkindern "mehr" bzw. "andere" Sorgen machen, als jene Eltern, die ihr Kind gleich mit nach Hause bekommen. Mir ist es halt so ergangen. Kaum hat sich unser kleiner Mann einmal anders als sonst verhalten, dachte ich sofort an das Schlimmste. Ein Beispiel ist das Essen. Hat er einmal sein Essen verweigert, dachte ich schon wieder, er könnte ja krank sein oder gar verhungern. Wenn er hustete, dachte ich schon an einen Lungenentzündung. Ich weiß, dass das schon was Krankhaftes hat, aber die Ängste, die ich bei der Geburt bzw. auf der Intensivstation hatte, sind heute noch da. Ich glaube, dass es den meisten betroffenen Eltern so geht. Was noch dazu kommt ist, dass man sich dafür verantwortlich macht, dass das Kind auf der Intensivstation "gelandet" ist. Man möchte es nach dieser Zeit besser machen und alles Versäumte wieder aufholen. Nur geht das nicht ....

Weiter so, ich werde ein "Stammkunde" auf Eurer Seite sein!

Petra Pichler (Gast) - 22. Jan, 19:52

nette seite

Nette site, bin zufällig drübergestolpert, werde noch öfter voreischauen, bin selber betroffen und finde es eine nete oerientierungshilfe DANKE

jeeny - 25. Jan, 12:26

Vielen Dank für die Rückmeldung. Sollten Sie bereit sein, auch über Ihre Erfahrungen zu berichten, so würde uns das sehr weiterhelfen. Wenn Sie Lust haben können Sie mir ja ihre Erfahrung unter Kontakt senden und ich ergänze die Homepage mit "Aussagen von Betroffenen"
Ganz liebe Grüße
Martina Oberhofer
dus - 31. Jan, 14:27

hab ich mal erlebt, dass das kind mit einer woche in die intensiv kam.
das ist garnicht schön. sie haben mir den jungen aus den armen gerissen und sind weg mit ihm, dann hat er geschrien.
sie brachten ihn zurück und er hatte ne fette nadel im kopf. alles in allem war diese woche der reinste horror.
aber dem kind geht es gut jetzt.

jeeny - 1. Feb, 13:30

Martina Oberhofer

Vielen Dank, dass Sie uns an Ihren Erfahrungen teilhaben lassen.
Ich kann mir vorstellen, wie schlimm es ist, wenn einem das Kind aus den Armen gerissen wird. Und welch ein Schock es sein muss, wenn das Kind mit einer Nadel im Kopf zurückgebracht wird. Wie konnten Sie denn damit umgehen?
enzn - 4. Feb, 10:48

Danke

Hab Dank für Deine ausführliche Antwort.
Werde die Seite weiterempfehlen. Alles Gute, bis zum Nächsten Mal