Beitrag einer Mutter

Eine Mutter von drei Kindern – hat mir per E-Mail Informationen zum Thema

„Geschwisterkinder
– Warum sind die ersten Kinder oft am anstrengendsten, während das dritte Kind einfach so mitläuft“

zukommen lassen.


„Vielen Dank für Deinen Beitrag.


Die ersten Kinder sind oftmals die "Versuchskaninchen".
Beim zweiten Kind hat man schon etwas mehr Erfahrung in manchen Dingen.

Folgende Fragen würde ich als Standardfragen bei ersten Kindern bezeichnen:

"Ist mein Baby zu warm angezogen?",
"Ist das Badewasser richtig temperiert?",
"Wann und vor allem was kann ich meinem Kind zufüttern?",
"Was kann ich tun, wenn es keine Flasche toleriert?",
"Reicht Muttermilch als Nahrung aus?",
"Habe ich genug Milch?",
"Ist mein Kind krank, wenn es viel schreit?"

Mutter sein kann man nicht lernen, man muss es erfahren und dabei stößt man sehr oft an seine Grenzen und fragt sich, ob man eine gute Mutter ist. Man ist beim ersten Kind sehr unsicher, bekommt viele gutgemeinte Ratschläge. Man muss seinen eigenen Weg finden und das kann sehr mühsam sein.

Beim zweiten Kind ist es etwas anders:
  • man weiß beim zweiten Kind was auf einen zukommt, man ist vorbereiteter
  • man ist nicht mehr so voller Selbstzweifel
  • der Tag hat von vornherein durch das ältere Kind Struktur, beim ersten Kind muss man sich teilweise "zwingen"
    aufzustehen, da es ja nicht notwendig ist
  • Aber eine Tagesstruktur ist sehr wichtig, sie gibt dem Kind Sicherheit!
  • das zweite Kind lernt automatisch vom ersten, es kopiert das Verhalten des Bruders/der Schwester.

Dass das erste Kind oft als anstrengender eingestuft wird, liegt sicher auch daran, dass es den Eltern an Erfahrung fehlt. Erst durch Fehler kann man lernen. Mütter stoßen auch oft durch Schlafmangel an ihre körperlichen Grenzen.

Als Mutter von drei Kindern kann ich jeder Mama nur Folgendes raten:
  • ein Kind zu haben ist ein ewiger Lernprozess, niemand ist perfekt
  • jede Frau sollte sich nach Möglichkeit auf Ihren Instinkt verlassen,
    ("was sagt mir mein Gefühl?")
  • konsequent sein
  • dem Tag eine Struktur geben (Aufstehen - Frühstücken - Morgentoilette - Einkaufen gehen - Kochen - Tisch decken - Essen etc)
  • nie vergessen, dass es vielen so geht, auch wenn es die wenigsten zugeben
  • wenn man nicht mehr weiter weiß, die Hilfe von Profis in Anspruch nehmen! Es ist keine Schande, man hat auch
    nicht versagt, sondern gesteht sich lediglich die eigene Fehlbarkeit zu.
  • Nie vergessen, dass man für sein Kind Vorbild ist.

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