Hirnschäden bei Frühgeborenen vielleicht bald Vergangenheit
Schäden bei Frühgeborenen zu verringern, das ist das Ziel der Wissenschaft. Jedes zehnte Neugeborene ist ein Frühchen.
Mit Aufmerksamkeitsstörungen, Lernschwierigkeiten oder sogar schweren Behinderungen haben Kinder, die zu früh das Licht der Welt erblicken, oft zu kämpfen. Da sich das Gehirn gerade am Ende einer Schwangerschaft stark entwickelt, kann eine zu frühe Geburt eine gestörte oder veränderte Gehirnentwicklung zur Folge haben. Im Rahmen des EU Projekts „Neobrain“ haben sich die Univ.-Klinik für Kinder und Jugendheilkunde und die Innsbrucker Biocrates Life Sciences GmbH gemeinsam mit zwölf internationalen Partnern zum Ziel gemacht, sich mit dem Thema Frühgeburten zu beschäftigen. Es geht um das frühzeitige Erkennen, Therapien für Neugeborene und die Entwicklung richtiger Medikamente. Allein in der EU weisen jährlich 60.000 Frühchen eine Hirnschädigung auf. Dr. Matthias Keller, Forschungsleiter in Innsbruck, versucht mit stimulierenden Substanzen bereits vorhandene Hirnschäden bei Tieren um 30-50 % zu reduzieren. Dies lässt betroffene Eltern hoffen. Groß sind die Sorgen der Eltern und Angehörigen um das Frühchen. Das Projekt Neobrain wurde bei einer Pressekonferenz an der Medizinischen Universität Innsbruck vorgestellt.Rektor der Medizinischen Universität Prof. Clemens Sorg weist darauf hin, dass die gewonnenen Erkenntnisse schnell den Frühchen zu Gute kommen. Bald schon neue Möglichkeiten für Frühchen und die Wissenschaft?
Ziele von Neobrain:
- Biomarker für frühe Hirnschäden sollen gefunden werden
- Strategien, um das Gehirn zu schützen
- Die Schaffung einer klinischen Plattform als Forschungsnetzwerk
- Entwicklung von Medikamenten während der dreijährigen Projektdauer und danach
jeeny - 22. Dez, 20:22





