Wegbegleiter
dich niemals an mich binden.
Angst du könntest gehen, woher du gekommen,
die Angst hat so viel Raum eingenommen.
Dann sind die Zweifel in mir aufgestiegen,
ob wir die Krankheit können besiegen.
Ob du kleines Wesen die Kraft hast, JA zum Leben zu sagen,
Zweifel, ob du das Leben wirklich willst wagen.
Dann kam die Verzweiflung, weil ich nicht durfte, unentwegt in deiner Nähe sein,
zu mancher Stunde ließ ich dich allein.
Ich hatte mir doch so fest vorgenommen,
dass du wirst begrüßt und in den Arm genommen.
Doch statt Nähe gabs nur den nackten Kampf ums Überleben,
so viel hätte ich dir zu diesem Zeitpunkt gern gegeben.
Dann kam der gefühlsmäßige Rückzug von all den Menschen, nur nicht von dir,
du warst im Herzen immer bei mir.
Dann kam das Gefühl versagt zu haben im Leben,
denn ich konnte dir so Vieles nicht geben.
Stundelang bin ich vor deinem Bettchen gesessen und hab dir vorgelesen,
wie schön wäre es doch gewesen …
… wenn du bei mir fest von meinem Armen umschlungen,
nicht hättest um dein Leben gerungen.
Dann war da die Freude, als ich dich das erste Mal vorsichtig aus deinem Bettchen genommen,
die Angst vor all den Schläuchen, hast du mir genommen.
Dann kamen Tränen vor Freude geweint,
denn der Arzt hat gemeint …
… Nichts ist zurückgeblieben,
du konntest die Krankheit besiegen.
Die Freude tat im Herzen weh,
gleich wie die Liebe wenn ich dich seh.
Nun ist da die Dankbarkeit und letztendlich die Liebe,
wenn ich dich in meinem Armen wiege.
Ich will dich begleiten, dich schützen dich lehren zu wagen,
auch weiterhin stets JA zum Leben zu sagen.
jeeny - 29. Jan, 18:20





